Die Stadt Köln startete im Juni 2018 eine „Qualitätsoffensive in allen städtischen Kindertageseinrichtungen“ und beauftragte den Arbeitsbereich Qualitätsentwicklung & Evaluation des ista mit dem Projekt. Ziel ist es, gemeinsam mit den Pädagog*innen, Leitungskräften, Eltern und Kindern sowie den entsprechenden Abteilungen des Jugendamtes der Stadt Köln ein Instrument (Qualitätshandbuch) in einem dialogischen Prozess zu entwickeln, mit dem Qualität beschrieben und stetig weiterentwickelt werden kann. Dabei zunächst die gute, bereits vorhandene Qualität in den Kindertageseinrichtungen der Stadt beschrieben, um dann mögliche Änderungsbedarfe aufzudecken. Jedes einzelne Kind soll individuell wahrgenommen und nach seinen Möglichkeiten gefördert werden. Alle Mitarbeiter*innen der Einrichtungen sollen die Möglichkeit haben, ihren Arbeitsplatz mitzugestalten und weiterzuentwickeln.
Das Qualitätshandbuch wird zukünftig die fachliche Grundlage für die pädagogische Weiterentwicklung in den Kitas sein.

Entstehung des Qualitätshandbuchs 

Im Herbst 2018 haben alle beteiligten Akteure im Rahmen von großen Beteiligungsforen ihre Ansprüche und Wünsche im Hinblick auf gute Kita-Qualität formuliert. Ergänzend wurden Kinder in 10 städtischen Kindertageseinrichtungen zu diesem Thema befragt. Mittels Beobachtungen, Gesprächen und Fokusgruppen wurde erforscht, was die Kinder über ihre Kita denken, was ihnen an ihrem Alltag dort gefällt, und was sie weniger gut finden. In einem gesprächsbegleiteten Kreativangebot bastelten die Kinder ihre „Traum-Kita“ und gaben Einblick in ihre Vorstellungen von gelungener Alltagsgestaltung in der Kita.
Die Mitarbeiter*innen von ista haben die Ergebnisse qualitativ ausgewertet und thematisch sortiert. Anschließend formulierten sie gemeinsam mit Vertreter*innen der Praxis, aufbauend auf das Datenmaterial, Qualitätsansprüche und -kriterien, die als bedeutsam für die Praxis in den Kölner Kitas wahrgenommen werden und die gute Qualität beschreiben. Es entsteht so ein Qualitätshandbuch mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen des pädagogischen Handelns. Die jeweils zugeordneten Qualitätsansprüche und -kriterien werden von theoretischen Grundlagentexten, die die inhaltliche Schwerpunktsetzung und konzeptionellen fachlichen Hintergründe verdeutlichen, gerahmt.

Pilotphase 2019 

mit 20 städtischen Kindertageseinrichtungen im Zeitraum Januar 2019- Herbst 2019
Mit dem Verfahren der Internen Evaluation erhalten die die Pädagog*innen ein vielfach erprobtes Instrument, um entlang der fachlich begründeten Qualitätsansprüche und -kriterien des Qualitätshandbuchs ihr pädagogisches Handeln zu überprüfen, bereits Gelingendes zu erkennen und Impulse zur Weiterentwicklung zu erforschen.
Ziele der Pilotphase sind, neben der Einführung der Pädagog*innen in das Verfahren der Internen Evaluation und in die Grundlagen des Qualitätshandbuchs, Erkenntnisse für eine Weiterentwicklung der Erprobungsfassung des Qualitätshandbuchs durch die praktische Durchführung einer Internen Evaluation zu erhalten.
Aktuell werden in 2 Multiplikator*innenkursen die Leitungskräfte der Pilot-Kitas im Verfahren der Internen Evaluation geschult und die Aufgabenbereiche des Qualitätshandbuches eingeführt. Flankierend dazu werden in Entwicklungswerkstätten weitere Pädagog*innen mit den Grundlagen des Qualitätshandbuchs vertraut gemacht und gezielt einzelne Aufgabenbereiche vertieft. Eine erste Fassung des Qualitätshandbuchs für die städtischen Kindertageseinrichtungen in Köln wird voraussichtlich im Herbst 2019 vorliegen.

Implementierungsphase 

Ab dem Jahr 2020 wird das entwickelte Qualitätshandbuch in allen städtischen Kitas mit dem Verfahren der Internen Evaluation eingeführt und auf diese Weise implementiert. Alle Leitungen und deren ständigen Vertretungen werden sukzessive mit dem Verfahren der Internen Evaluation und den Inhalten des Qualitätshandbuchs in Multiplikator*innenkursen vertraut gemacht. Entwicklungswerkstätten flankieren den Prozess der Implementierung und vertiefen die Inhalte der Aufgabenbereiche des pädagogischen Handelns in den Kölner städtischen Kitas.

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